Parshi* Direct Marketing
Juli 14, 2009
Vera Süssli
Crossmedia Manager, Unit Director
TBWA\ TEQUILA\ Zürich
Womit verdient ein online Dating Service seine Brötchen? Ihre erste Antwort ist vermutlich: „Menschen zusammenbringen“. Falsch. Es wäre ja schön, wenn man mit etwas so Romantischem und Konstruktivem wirklich Geld machen könnte, aber Fakt ist, sie leben von den Singles. Den Unfreiwilligen, notabene.
Ich hab mir darüber nie gross Gedanken gemacht (nicht mal wenn Andi Hess, Instanz AG, über seine besten Kunden lästerte). Nicht bis zu dem Tag, als eine gute Freundin sich beklagte, gerade wäre ihr in einem Parshi*-Mail ein „Sommergeschenk“ im Wert von CHF 85.- angeboten worden, wenn sie sich nur wieder beim Portal einschreibt.
Ich stutzte. War sie es nicht, die ihren Freund vor nicht all zu langer Zeit genau über diesen Service gefunden hatte?
Ja, bestätigte sie entrüstet, und sie hätte ja auch genau deswegen brav gekündigt (so sind wir Frauen ;-)) und in der nach Abo-Ablauf eingehenden Umfrage-Mail nett angegeben, dass sie DANK Parshi* endlich den (vermeintlich) Richtigen gefunden hätte.
Also, es gibt jetzt drei Möglichkeiten…
- Das CRM System von Parshi* ist, ähm, unzulänglich.
- Die durchschnittliche Halbwertszeit einer Parhi*-Beziehung liegt unter einem Jahr.
- Parshi* sind die Verkaufszahlen wichtiger als das Glück der (ehemaligen) Kunden.
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